Ziele in der Umgebung

 

IIn der Region rund um Playa del Carmen gibt es einige Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten, die eine Fahrt raus aus der Stadt lohnen. Gerade durch die Einflüsse der Maya, den Ureinwohner Mexikos, gibt es allerhand in den umliegenden Städten zu erkunden.

 

Maya-Ruinen von Tulum

Die alten Maya-Ruinen befinden sich nicht weit entfernt von Playa del Carmen, nur ca. eine Stunde entfernt, auf einer Kalksteinklippe 12 Meter über der Karibik. Sie sind Zeugnisse der vergangenen Hochkultur der Mayas und sollten in keiner Mexikoreise fehlen. Die Ruinen der ehemals fünf Meter hohen, begehbaren Mauer, die die Gebäude vor Angriffen landeinwärts schützen sollte, und die fast vier Dutzend erhaltenen Bauwerke können dort besichtigt werden. Die einzige Maya-Anlange in Mexiko, die sich am Meer befindet, wurde erst in der postklassischen Epoche (1000 nach Christus) erbaut und diente vermutlich als Hafenstadt. Damit die Maya bedeutende Ereignisse dokumentieren konnten, entwickelten sie eine Hieroglyphenschrift, die in Stein gemeißelt wurde.

 

Cancún

An der nördlichsten Stelle Yucatáns, einer Halbinsel Mexikos und ca. eine Stunde Fahrtzeit von Playa del Carmen entfernt, befindet sich Cancún. Bis in die 70er Jahre hinein war Cancún noch ein kleines, verschlafenes Fischerdorf, umgeben von der Karibik im Osten und der ca. 100km² großen Lagune Nichupte im Westen. Seitdem man in Mexiko das Potential des Tourismus entdeckt hatte, stieg das Angebot im Bereich des Fremdenverkehrs, und damit die Einwohnerzahl, stark an. Trotz vieler internationaler Gäste hat sich Cancún seinen Charme erhalten. So bietet der breite weiße Sandstrand genug Platz zum Schwimmen. Auch kulturell hat Cancún einiges zu bieten: Das Museo de Antropología im Convention Center mit Ausstellungsgegenständen zur Geschichte Yucatáns sowie Karten und Zeichungen der Maya-Ruinen, das Museo del Aire libre, ein Freilichtmuseum mit Kunststoff -Repliken präkolumbischer Steinplastiken und die Yamil Lu'um Ruinen. Hier beginnen die meisten Mexikoreisen , die über die Halbinsel Yucatan mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten führen

 

Crococun

Mit 30.000 m² Fläche ist der Crococun Ökopark einer der größten privaten Parks in Mexiko. Er umfasst botanische Gärten, wobei das Highlight des Parks eine Krokodil-Farm ist, wo Süß- und Salzwasserkrokodile anzutreffen sind. Neben den Reptilien leben auf dem Gelände Schildkröten, Leguane, Vögel, Hirsche, Affen und die haarlosen, nur von vegetarischer Kost lebenden Hunde der Maya. Als besonderes Etwas erhält man in Crococun die Gelegenheit, Baby-Krokodile und Schlangen anzufassen. Die "Chicle- Ranch" führt den Besucher dabei in die Gewinnung von Chicle (Kaugummi) ein, was zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts eine wichtige ökonomische Bedeutung für die Region hatte. Crococun ist von Montag bis Samstag von 9 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen ungefähr 15 US-Dollar Eintritt, Kinder 8,50 US-Dollar. Der Ökopark liegt auf dem halben Weg zwischen Cancún und Playa del Carmen auf der Halbinsel Yucatán.

 

Insel Cozumel

Mit der Personenfähre lohnt sich ein Ausflug auf die benachbarte Insel Cozumel. Von Playa del Carmen aus dauert die Überfahrt 25 Minuten auf die 650 km² große Karibikinsel. Sie ist damit die größte Insel Mexikos. Gleich zu Beginn lockt das Palancar-Riff mit einer atemberaubenden Unterwasserlandschaft, die durchzogen ist von Gräben, Höhlen und Korallentürmen. Auch die Sandstrände Playa Maya oder Playa Chen Rio laden zum Verweilen ein. Wer Freund des Tauchens ist, hat hier die Chance, in der Lagune von Chankanaab mit unter Wasser liegenden Grotten und tropischen Fischschwärmen zu tauchen und zu schnorcheln. Hinzu kommt, dass man in diesem Park zudem mit Delphinen schwimmen kann. Kulturelles Ereignis ist der Besuch der ehemaligen Maya-Tempelanlage und Wallfahrtsorts der Fruchtbarkeitsgöttin Ix Chel. Bereits 1000 v. Chr. war dieser Ort wichtiger Knotenpunkt für die Glaubensauslebung der Maya. Zeugnis des Maya-Lebens ist auch "El Caracol", ein Leuchtturm, der vermutlich von den Mayas erbaut wurde.

 

Cenote Aktun Chen

"Heilige Quelle" bedeutet das Mayawort "ts`onot". Und bei dem Anblick der unterirdischen Höhlen mit dem türkis-blauen Wasser und den schachtartigen Einsturzdolinen der Kalksteindecke kommt man gerne zum Träumen. Durch diesen Einsturz der Decke werden die unterirdisch fließenden Wasserströme zugänglich. Diese "Brunnen" (Cenotes) waren bereits in vorspanischer Zeit ausschlaggebend für Siedlungen und Dörfer. Nur wenige Kilometer von Playa del Carmen entfernt, befindet sich die Cenote Aktun Chen. Es gilt als das Mekka aller Höhlen- und Grottentaucher, denn es bietet bis zu 12 Meter tiefe unterirdische Seen mit kristallklarem Wasser. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass man mit speziellen Höhlenführern über beleuchtete Wege die Höhle besichtigen kann. Das letzte Gewölbe ist besonders groß; dort gibt es einen kristallblauen See mit einer Brücke.

 

Cobá

40 km nordwestlich von Tulúm in der Nähe von Playa del Carmen befinden sich die Mayaruinen von Cobá. Sie ist eine der ältesten und größten Städte in Yucatan. Sie breitet sich um 5 Seen aus. Erbaut wurde die alte Zeremonialstätte von 600 bis 900 n. Chr. während der klassischen Mayaperiode. Sie gehörte in der Blütezeit der Maya zu einer der größten Mayastädten auf der Halbinsel. Mysteriös dabei ist, dass sie allerdings aus bisher noch ungeklärten Gründen schon bei der Ankunft der Spanier verlassen war. Die weiträumige Anlage von geschätzten 120 km² beinhaltet fünf Gebäudegruppen. Zur Gruppe Nohoch Mul gehört die bei 120 Treppenstufen 42 m hohe, begehbare Pyramide (El Castillo). Auf der Spitze der befindet sich ein kleiner Ritualraum mit einem steinernen Altar. Dieser wurde vermutlich von den Mayapriestern vermutlich für Blutopfer an die Götter verwendet. Für Touristen ist jedoch nur ein kleiner Teil der Anlage zugänglich. Leider fehlt der mexikanischen Regierung das Geld für die Restauration der Anlage. Daher liegt der Großteil von Cobá noch im tiefsten Dschungel.

 

Mérida

1542 wurde die alte Maya-Stadt Ti'ho' durch Francisco de Montejo den Jüngeren in Mérida umbenannt. Sie gilt als Tor zur Welt der Maya (Puerta al Mundo Maya). Bereits 1618 hatte die Stadt das erste eigene Theater und 1735 entstand das heutige Rathaus. Heute hat Mérida etwa 750.000 Einwohner. Als Mittelpunkt der Stadt lässt sich der Plaza de la Independencia nennen. An der Ostseite steht die doppeltürmige Kathedrale, die zwischen 1561 und 1598 mithilfe von zahlreichen Mayaarbeitern entstand. Wichtigstes Baumaterial waren Steine der zuvor zerstörten Tempel der alten Maya-Stadt Ti'ho'. Im Inneren der Kirche befindet sich der Cristo de la Unidad (Christus der Einheit). Die riesige Figur des gekreuzigten Christus ist das Symbol für die Aussöhnung zwischen den Nachfahren der Spanier und der Maya. Südlich der Kathedrale befindet sich das Museo de Arte Contemporáneo Ateneo de Yucatan. Es enthält wichtige Werke einheimischer Künstler und festigt den Ruf Méridas als kulturell reichster Stadt der Halbinsel.

 

An der Westseite des Plaza ist das weiße Palacio Municipal (Rathaus), welches 1735 erbaut wurde und von wo aus man 1821 die Unabhängigkeit des Bundesstaates Yucatán proklamierte. Jeden Sonntag findet im Bereich der Plaza de la Independencia das Straßenfest Mérida en Domingo statt. Dabei wird die komplette Innenstadt zu einer einzigen großen Fußgängerzone, die mit Kleinkunst, Live-Musik und Imbissbuden untermalt wird. Außerdem gilt der Carnaval in Mérida als größter und herrlichsten der Halbinsel. Falls man doch mal Lust hat Urlaub auf einer Insel zu verbringen, ist Tobago sehr zu empfehlen. Dann sollte man sich ebenfalls nach einem Tobago Apartment umsehen.

 

Cenote Dos Ojos

Ein weiteres Tauchparadies um Playa del Carmen bildet der Cenote Dos Ojos, ca. 48 km südlich entfernt im Dschungel. Er ist ein Teil des Nohoch Nah Chich Höhlensystems und besteht aus einem weitläufigen Höhlensystem das mehrere Cenotes verbindet und ca. 60 Kilometer lang ist. Der Name Dos Ojos, was zu Deutsch zwei Augen bedeutet, bekommt die Höhle aufgrund seiner zwei Eingänge. Der Cenote, der viele Stalaktiten und Stalagmiten enthält, besticht mit Wasser, welches glasklar ist und deswegen hervorragend für Schnorchler und Taucher geeignet ist. Daher ist er sehr populär und täglich von 10-17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 10 US-Dollar. Der Preis für Schnorcheltouren liegt zwischen 25 und 40 US-Dollar. Umkleidemöglichkeiten mit Dusche sowie ein Restaurant sind ebenfalls vorhanden.